Zahlen & Fakten

WER?

Viele Patienten mit Acne inversa (AI) sprechen ungern über ihre Erkrankung und viele gehen nicht oder erst nach langer Zeit zum Arzt.
Acne inversa kann in jedem Lebensalter auftreten. Am häufigsten treten erste Anzeichen der Erkrankung jedoch bei jungen Erwachsenen rund um das 20. Lebensjahr auf. Mit zunehmendem Alter, d.h. in der zweiten Lebenshälfte ab dem 50. Lebensjahr, sinkt die Wahrscheinlichkeit an AI zu erkranken.1,2

Frauen sind etwas häufiger von der Erkrankung betroffen als Männer.1,2

WAS?

Acne inversa wird auch als Hidradenitis Suppurativa oder HS bezeichnet. Sie ist eine chronisch entzündliche (Haut-) Erkrankung, die häufig in den Achselhöhlen und der Leistengegend auftritt. AI ist keine reine Hauterkrankung, sondern betrifft den ganzen Körper. In der Regel äußert sie sich durch entzündete Hautbereiche mit Läsionen, Fisteln, Knoten oder Abszessen.1,2,3,4,5

WO?

Acne inversa verursacht typischerweise Hautveränderungen in der Nähe bestimmter Schweißdrüsen (der apokrinen Drüsen) und an Körperstellen, bei denen die Haut aneinander reibt.1,2,4,5i

Neben den Achselhöhlen, der Leistengegend und dem Genitalbereich können daher auch das Gesäß, der Bereich unter der Brust, sowie die Innenseiten der Oberschenkel von der Erkrankung betroffen sein.

Die entzündeten Hautveränderungen sind meist sehr unangenehm und verursachen teilweise heftige Schmerzen.1,2,4,5

WARUM?

Obwohl die genauen Ursachen der Acne inversa noch unklar sind, lassen Forschungsergebnisse darauf schließen, dass strukturelle Veränderungen der Haarwurzel und eine Fehlsteuerung im Abwehrsystem der Haut eine Rolle spielen.2,7

Andere aktuelle Studien zeigen, dass die Krankheitsanzeichen auf der Haut vermehrt dann auftreten, wenn die Haarwurzeln blockiert und die umliegenden Schweißdrüsen entzündet sind.2,3,5

Bei Blockierung einer Haarwurzel kann der Bereich anschwellen und entweder aufplatzen oder eine Eiterbeule bilden und sich stark entzünden.4,7

Sprechen Sie mit Ihrem Hautarzt

Wenn Sie bei sich selbst oder einem Familienmitglied wiederkehrende oder schmerzhafte Knoten im Bereich der Achselhöhlen oder in der Leistengegend bemerken, sollten Sie unbedingt einen Facharzt für Dermatologie aufsuchen. Derartige Veränderungen sollten immer ärztlich abgeklärt werden, um eine ordnungsgemäße Diagnose und Versorgung zu gewährleisten. Informationen und Tipps für das Gespräch mit Ihrem Arzt finden Sie in unserem Gesprächsleitfaden im Menüpunkt Arztgespräch.

Referenzen

  1. Jemec G. Hidradenitis Suppurativa. N Engl J Med. 2012; 366:158-64.
  2. Zouboulis CC, Tsatsou F (2012) Disorders of the apocrine sweat glands. In: Goldsmith LA, Katz SI, Gilchrest BA, Paller AS, Leffell DJ, Wolff K (eds) Fitzpatrick’s Dermatology in General Medicine. 8th ed, McGraw Hill, New York Chicago, pp 947-959.
  3. Collier F., Smith R., Morton C. Diagnosis and management of hidradenitis suppurativa. BMJ. 2013; 346:f2121.
  4. Mayo Health Clinic. Hidradenitis Suppurativa. Available at: http://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/.... Published April 9, 2013. Accessed August 17, 2015.
  5. Fimmel S, Zouboulis CC. Comorbidities of hidradenitis suppurativa (acne inversa). Dermatoendocrinol 2010; 2:9-16.
  6. Danby FW, et al. Preliminary findings suggest hidradenitis suppurativa may be due to defective follicular support. BJD. 2013; 168; 1034–1039.
  7. The British Association of Dermatologists. Hidradenitis Suppurativa. Available at: http://www.bad.org.uk/for-the-public/.... Updated June 2013. Accessed August 17, 2015.
  8. Leitlinie „ Therapie der Hidradenitis suppurativa / Acne inversa, AWMF-Register-Nummer 013-012, Gültigkeit bis zum 31.12.2017.

ATHUD170583-10072017


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